REVIEWS, KURZ: thumpers, arthur beatrice, skaters, the notwist

Posted on März 11, 2014

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THUMPERS – galore (sub pop)

Englische Hipster-Posterboys veröffentlicen auf Sub Pop, das gab es seit The Foals nicht mehr. Und die, die sind ja heute große Stars. Ob das den Thumpers auch widerfahren wird, ist jedoch fraglich. Viele der Songs klingen nach „was wäre wenn“ und „vielleicht“: So viele gute Ideen werden angedeutet, kommen aber nie durch. Vielleicht liegt es am mittelmäßigen Gesang des Duos, vielleicht an den Melodien, die oftmals zu glatt wirken. So oft denkt man „wow, wenn jetzt noch das kommen würde, dann“. Aber das „das“ kommt eben nicht. Und das ist echt fies.

ARTHUR BEATRICE – working out (universal)

Kennst du auch so Leute, die so verdammt unauffällig sind, dass man nie merkt, wenn sie auf einer Party aufschlagen bzw. diese wieder verlassen. Wenn ja, dann kannst du dir denken, wie Arthur Beatrice klingen. Aber irgendwie sind einem solche Menschen ja auch lieber wie all die Selbstdarsteller, die ab Ankunft sofort im Mittelpunkt stehen. Deswegen: Alle Liebe der Welt an Arthur Beatrice, die heimlichen Golden-Girls-Fans mit ihrem unauffälligen, zweistimmigen (m/w) Gesang und den absolut groovig tanzbaren Pianoindierock, der sich mit dem unaufdringlichen Cover perfekt ergänzt.

SKATERS – manhattan (warner)

Hab die ganze Zeit beim Hören nach dem „The“  (wie bei The Virgins, die heute keiner mehr kennt, oder The Strokes, die man heute noch von früher kennt) auf dem Albumcover gesucht und dabei ganz vergessen auf die Musik zu achten.  Der Albumtitel sagt aber auch irgendwie schon alles und das Album kommt ca. 10 Jahre zu spät (bzw. ca 10 Jahre zu früh für eine Revivalwelle). Schade, denn die erste Single der Skaters namens  „I wanna dance (but I don`t know how)“ war eigentlich echt cool. The One Hit Wonder.

THE NOTWIST – close to the glass (city slang / sub pop)

Neben Rammstein und Tokyo Hotel die einzige deutsche Band mit respektablen Erfolg im Ausland. Okokok, das war jetzt fies. Sagen wir es also lieber so: Neben Kraftwerk die einzige deutsche Band, die im Ausland kredibel ist. Und jetzt die erste deutsche Band, die auf Sub Pop veröffentlicht.  Notwist können nichts falsch machen, werden in allen Magazinen gelobt, jedes Störgeräusch innerhalb eines Songs wird als Offenbarung abgefeiert und genau deshalb würde man so gerne eine Verriss schreiben. Weil: Was alle gut finden, kann nicht gut sein. Aber so sehr ich mich bemühe – das einzig Negative ist, dass „Neon Golden“ immer noch das beste Notwist-Album ist. Aber mit dessen Ablösung hatte man eh nicht gerechnet.

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